Taubblinden-Assistenz
Wenig bis nichts hören.
Wenig bis nichts sehen oder nur Schatten, Reflexe, Verschwommen.
Es gibt Menschen, die haben beide Einschränkungen. Und, nicht alles kann voll mit Hilfsmitteln ausgeglichen werden.
Diese Menschen unterstütze ich im Alltag, im Beruf, bei medizinischen Angelegenheiten, Behördengängen, bei Kurs- oder Seminarbesuchen, Texte vorbereiten und bearbeiten (z.B. Briefe, Emails), Freizeitgestaltung, und vieles mehr.
So behalten diese Menschen ihre Selbstständigkeit und Selbstbestimmtheit.
Taubblindenassistenten sind speziell ausgebildet
- für die Mobilität
- in unterschiedlichen Kommunikationsformen:
– Gebärdensprache
– Taktile Gebärdensprache
– Lormen
– BodySign
– Visual frame
Kommunikation bedeutet, sich und ihre Bedürfnisse auszudrücken und andere Menschen zu verstehen. Als Brücke zur Außenwelt helfe ich, soziale Kontakte zu pflegen und am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen und teilzuhaben.
Es ist bereichernd, diese Menschen in ihren Aktivitäten zu unterstützen, zu begleiten und ihre Kommunikation mit hörenden Menschen zu sichern.
Wie kam ich zur Taubblinden-Assistenz?
Während meiner Zeit Schüler*innen und Auszubildenden mit Nachhilfeunterricht zu unterstützen, unterhielt ich mich mit einer Pädagogin im Internat für Hörgeschädigte in Essen über weitere Möglichkeiten, weiterführend Gebärdensprache zu lernen, wieder Input zu bekommen.
Sie erzählte mir von einer Ausbildung in Recklinghausen, wo man unterschiedliche Kommunikationsformen erlernen kann, und Gebärdensprache dabei sei. Es sei die Ausbildung zur „Taubblinden-Assistenz“.
Ich schaute mir das Ausbildungsangebot an und war begeistert, die Möglichkeit zu bekommen, in eine andere Welt eintauchen zu können und unterschiedlich Kommunikationsformen kennenzulernen, und lernen. So auch die Möglichkeit zu haben, mit weiteren interessanten Menschen in Kontakt treten zu können.
So bewarb ich mich auf den Ausbildungsplatz, und arbeite seit der bestandenen Prüfung als Taubblinden-Assistenz/ Assistenz für taubblinde und hörbehinderte Menschen.
Während der Ausbildung bekam ich die ersten Kontakte zu taubblinden, hörsehbehinderten Menschen, machte Hospitationen, Praktika im Taubblindenwerk Hannover u.a., und lernte viele nette, lebensbejahende, vielseitig interessierte Menschen in der TBL-Gemeinschaft kennen.
